Registrierkasse für Gastronomie und Handel: Speisekarte, Tischplan, Kassieren, Bondruck, RKSV-Fiskalisierung und Tagesabschluss. Die Kasse läuft im Browser unter pos.divinemind.ai/terminal, das Backoffice unter pos.divinemind.ai/business.
Von null zum ersten Bon
Der kürzeste Weg von einem leeren Konto bis zur ersten kassierten Bestellung. Jeder Schritt dauert wenige Minuten; Sie brauchen dafür kein Zusatzgerät — ein Tablet oder Rechner mit Browser genügt.
1 · Konto und Firma
Auf divinemind.ai registrieren und die Firmendaten hinterlegen — Anschrift, Steuernummer und Bankverbindung. Diese Angaben stehen später auf jedem Beleg.
2 · Kasse freischalten
Unter Einstellungen → Meine Module beim Kassensystem „Einrichtungs-Mail senden“: Die erste Kasse wird angelegt, der Aktivierungscode kommt per Mail. In den Paketen zu 749 € und 999 € ist die Kasse ohne Aufpreis enthalten — für so viele Geräte, wie Sie brauchen.
3 · Artikel anlegen und freigeben
Artikel wie gewohnt in DivineMind pflegen und für die Kasse freigeben. Für den Anfang genügen eine Handvoll — weitere kommen jederzeit dazu.
4 · Kasse aktivieren
Im Backoffice eine Kasse anlegen; Sie erhalten einen Aktivierungscode. Diesen am Gerät eingeben — die Kasse ist damit fest Ihrer Firma zugeordnet.
5 · Fiskalisierung einrichten
Die Signatureinheit hinterlegen und den Startbeleg erzeugen. Zum Üben gibt es einen Demo-Modus, der genau dieselben Belege erzeugt — nur ohne rechtliche Wirkung.
6 · Erste Bestellung kassieren
Mitarbeiter mit PIN anmelden, Artikel antippen, Zahlart wählen. Der Beleg wird signiert und gedruckt; den Tagesabschluss macht die Kasse um 05:00 Ortszeit selbst, auf Wunsch lösen Sie ihn auch von Hand aus.
Kasse einrichten
Kasse freischalten
Die Kasse ist in den Paketen zu 749 € und 999 € kostenlos enthalten, ohne Aufpreis je Kasse. Unter Einstellungen → Meine Module klicken Sie beim Kassensystem auf „Einrichtungs-Mail senden“: Die erste Kasse wird angelegt, und Sie bekommen den Aktivierungscode per Mail.
Betriebsart wählen: Gastronomie oder Einzelhandel
Beim Einrichten entscheiden Sie sich unter Einstellungen für eine der beiden Betriebsarten: Gastronomie (mit Tischplan) oder Einzelhandel (ohne Tischplan). Bei Einzelhandel wird der Tischplan zwingend abgeschaltet und die Kasse nimmt keine Tischbestellungen mehr an — sie arbeitet als reiner Thekenverkauf. Innerhalb der Gastronomie schalten Sie den Tischplan zusätzlich einzeln ein oder aus, etwa für ein Café mit reinem Thekenverkauf.
Kasse anlegen
Weitere Kassen legen Sie unter Einstellungen → Meine Module → Kassensystem bei „Kassen verwalten“ an (z. B. Theke 2, Schanigarten), auf Wunsch mit Filiale. Jede neue Kasse bekommt einen Aktivierungscode in der Form K7MF-P2XR; „Neuer Code“ ersetzt ihn, der alte gilt dann nicht mehr.
Gerät aktivieren
Am Gerät pos.divinemind.ai/terminal öffnen, anmelden und den Aktivierungscode eintippen. Danach bleibt das Gerät verbunden und meldet sich regelmäßig als aktiv zurück.
Viele Artikel per CSV oder Excel
Unter Produkte → „Neues Produkt“ → „Datei-Import“ die Artikelliste wählen (.csv oder .xlsx). Nach der Vorschau mit dem Haken „Direkt für die Kasse freischalten“ importieren: Die Artikel sind sofort an der Kasse verkaufbar und per Barcode scanbar. Die Kassenkategorie ordnen Sie danach im Backoffice zu.
- Die Zahl der Kassen ist nicht begrenzt. Eine Kasse, die Sie nicht mehr brauchen, legen Sie mit „Stilllegen“ still und mit „Wieder aktivieren“ zurück in Betrieb. Stilllegen beendet keine Registrierkasse nach RKSV — dafür gibt es den Schlussbeleg.
- Die Web-Kasse läuft auf jedem Gerät mit Browser — Tablet, Laptop oder Kassen-PC. Eine App für Android-Kassengeräte (Sunmi) kommt mit dem nächsten App-Update.
- Unter Einstellungen wählen Sie den Geschäftstyp: Gastronomie (mit Tischen) oder Einzelhandel (Verkauf über die Theke). Die Wahl steuert, welche Funktionen an der Kasse überhaupt erscheinen.
- Die Betriebsart lässt sich später umstellen. Wechseln Sie auf Einzelhandel, verschwindet der Tischplan aus der Kasse; Ihre Bereiche und Tische bleiben gespeichert und sind nach einem Wechsel zurück auf Gastronomie sofort wieder da.
Artikel für die Kasse
Es gibt genau einen Artikelstamm, und der liegt in DivineMind. Was Sie dort pflegen, verkaufen Sie an der Kasse — mit demselben Preis, demselben Steuersatz und demselben Lagerbestand. In der Kasse selbst legen Sie keine Artikel an.
Artikel in DivineMind pflegen
Wie gewohnt unter Produkte: Name, Preis, Steuersatz, Artikelnummer, Barcode und Bestand. Diese Angaben gelten für Angebot, Rechnung und Kasse gleichermaßen.
Für die Kasse freigeben
Setzen Sie am Artikel den Schalter für die Kasse und wählen Sie eine Kassenkategorie. Nur freigegebene Artikel erscheinen auf den Verkaufstasten — Ihr Lagerartikel für die Werkstatt muss nicht auf der Kasse auftauchen.
Kassenkategorie festlegen
Die Kategorie bestimmt den Steuersatz, wenn am Artikel keiner hinterlegt ist, sowie die Reihenfolge der Tasten und den Bondrucker: Speisen zur Küche, Getränke zur Bar.
Varianten & Extras
Varianten sind Ausführungen desselben Artikels (0,3 l / 0,5 l) mit eigenem Preis oder Aufschlag. Extras werden dazugebucht (extra Käse, Pommes statt Salat) — mit Höchstmenge und, falls nötig, als Pflichtauswahl. Beides pflegen Sie in der Kasse, weil es nur dort vorkommt.
- Ein Bestand für alles: Verkauft die Kasse einen Artikel, sinkt derselbe Bestand wie bei einem Lieferschein. Ein Storno bucht zurück. Dienstleistungen — etwa eine Reparaturstunde — werden nicht abgebucht.
- Preisänderung an einer Stelle: Der neue Preis in DivineMind gilt sofort an jeder Kasse, ohne zweite Pflege.
- Ist am Artikel kein Steuersatz hinterlegt, greift der Satz der Kassenkategorie. Für echte Nullsatz-Artikel legen Sie eine Kategorie mit 0 % an.
- Artikel, die Sie nicht mehr führen, nehmen Sie von der Kasse oder stellen sie inaktiv. Alte Bons bleiben vollständig lesbar, weil jeder Beleg Name und Preis zum Verkaufszeitpunkt festhält.
Räume & Tische
Dieser Abschnitt gilt für die Betriebsart Gastronomie. Im Einzelhandel gibt es keinen Tischplan — wie die Kasse dort arbeitet, steht im nächsten Abschnitt „Kasse im Handel“.
- Zuerst legen Sie Bereiche an — Gastraum, Terrasse, Stüberl. Danach die Tische je Bereich, mit Name, Sitzplätzen und Form (rund, eckig, länglich).
- Im Tischplan positionieren Sie die Tische so, wie sie im Lokal stehen. Die Kasse zeigt denselben Plan, damit Ihr Personal die Tische wiedererkennt.
- Belegt oder frei: Ein Tisch gilt als belegt, sobald eine offene Bestellung darauf läuft — die Kasse zeigt dazu Bestellnummer und laufende Summe. Antippen öffnet die Rechnung.
- Ein Tisch mit offener Bestellung lässt sich nicht löschen. Erst kassieren oder stornieren, dann entfernen.
- Im Einzelhandels-Betrieb schalten Sie den Tischplan in den Einstellungen ab; die Kasse arbeitet dann als reiner Thekenverkauf.
Tischplan gestalten
Der Tischplan ist mehr als eine Liste von Tischen: Sie bilden Ihren Gastraum so nach, wie er wirklich aussieht. Ihr Personal erkennt den Raum dann wieder, statt Tischnummern auswendig zu lernen. Sie finden den Plan im Backoffice unter Restaurant → Tische, Ansicht „Layout“.
Mit einer Vorlage anfangen
Über „Vorlagen“ setzen Sie mit einem Klick den Grundriss eines typischen Betriebs — Restaurant, Café/Bistro, Bar/Pub oder Terrasse. Die Vorlage bringt Wände, Bar, Küche, WC und Eingang mit. Sie fügt nur hinzu und löscht nie etwas, das Sie schon eingerichtet haben.
Raum einrichten
Die Objekte sind in drei Gruppen sortiert: Gebäude (Wand, Fenster, Tür, Eingang, Treppe, Säule, Raumteiler), Betriebsflächen (Bar, Theke, Küche, WC, Lager, Buffet) und Einrichtung (Pflanze, Teppich, Sofa, Kamin, Deko, Beschriftung). Objekt auswählen, dann in den Plan klicken. Wände, Fenster und Teppiche ziehen Sie stattdessen auf die gewünschte Größe.
Tische hineinziehen
Neu angelegte Tische stehen zunächst in der Liste „Noch nicht platziert“. Ziehen Sie sie an ihren Platz im Raum. Mit den blauen Griffen ändern Sie die Größe, mit „Drehen“ die Ausrichtung in 15-Grad-Schritten.
Eigenen Grundriss hinterlegen
Haben Sie einen Grundriss vom Architekten oder eine gezeichnete Skizze, hinterlegen Sie sie unter „Grundriss-Bild“. Das Bild liegt blass hinter dem Plan, und Sie ordnen Ihre Tische direkt darauf an.
- Sechs Tischformen: rund, eckig, länglich, oval, Sitznische und Stehtisch. Die Form wählen Sie beim Anlegen des Tisches oder ändern sie später jederzeit.
- Um jeden Tisch werden so viele Stühle gezeichnet, wie Sitzplätze hinterlegt sind. Damit sieht Ihr Personal auf einen Blick, ob ein Tisch für die Gesellschaft reicht.
- „Am Raster ausrichten“ lässt Objekte einrasten, damit Wände und Tische bündig stehen. Für Feinarbeit schalten Sie es aus.
- Der Zoom reicht von 50 bis 160 Prozent — hilfreich bei großen Räumen mit vielen Tischen.
- Jeder Bereich hat seinen eigenen Plan. Gastraum, Terrasse und Stüberl richten Sie also nacheinander ein.
- Tische löschen Sie in der Listenansicht, nicht im Plan — der Plan ordnet die Tische nur an.
Tische zusammenstellen und zusammenlegen
Zwei Dinge, die im Service oft zusammen vorkommen, aber verschiedene Sachen bedeuten — die Kasse hält sie deshalb auseinander. „Zusammenstellen“ betrifft die Möbel, „Zusammenlegen“ die Rechnungen.
Tische zusammenstellen (die Möbel)
Kommt eine große Gesellschaft, schieben Sie im Lokal mehrere Tische zu einer Tafel zusammen. Tippen Sie an der Kasse auf „Tische zusammenstellen“, dann auf die beteiligten Tische, und bestätigen Sie. Im Plan werden sie danach von einem Rahmen umschlossen, mit Namen und Gesamtzahl der Plätze — jeder sieht sofort, welche Tische zusammenstehen. Ein Tipp auf eine bestehende Tafel trennt sie wieder.
Tische zusammenlegen (die Rechnungen)
Wechseln Gäste den Tisch oder rücken sie zusammen, tippen Sie „Tische zusammenlegen“, wählen zuerst den Tisch mit der offenen Bestellung und dann den Zieltisch. Die Kasse fragt, ob daraus eine einzige Rechnung werden soll oder ob die Bons getrennt bleiben.
- Eine Tafel wird oft aufgebaut, bevor die Gesellschaft überhaupt da ist. Deshalb braucht das Zusammenstellen keine offene Bestellung — es beschreibt nur, wie die Tische stehen.
- Zu einer Tafel gehören nur Tische aus demselben Bereich. Tische aus Gastraum und Terrasse lassen sich nicht zusammenstellen.
- Das Auflösen einer Tafel rührt keine Rechnung an. Offene Bons bleiben, wo sie sind.
- Beim Zusammenlegen wandern nur unbezahlte Bestellungen. Bereits signierte Belege bleiben unangetastet — der Beleg bleibt der Beleg.
Wer darf was — Kellner, Bereiche, Schichtübergabe
In einem größeren Betrieb arbeiten mehrere Kräfte gleichzeitig an derselben Kasse. Damit dabei niemand versehentlich auf einen fremden Tisch bucht oder eine fremde Rechnung kassiert, gehört jeder Tisch dem Kellner, der ihn geöffnet hat.
Bereiche zuteilen
Im Backoffice unter Personal weisen Sie jeder Kraft ihre Bereiche zu — etwa Terrasse für den einen, Gastraum für die andere. Wer keine Zuteilung hat, darf überall arbeiten. Die Zuteilung greift beim Öffnen eines Tisches.
Mitbonieren erlauben oder sperren
In den Einstellungen legen Sie fest, ob Kolleginnen und Kollegen auf einen fremden Tisch nachbestellen dürfen. Standardmäßig ist das erlaubt — in der Mittagsspitze hilft jede Hand. Wer es strenger will, schaltet es ab.
Schicht übergeben
Am Ende Ihrer Schicht öffnen Sie den Tischplan und tippen „Schichtübergabe“. Wählen Sie die Kollegin, die übernimmt — alle Ihre offenen Tische wechseln auf einmal zu ihr. Sie ist damit Hauptuser und darf sie abrechnen.
- Kassieren darf immer nur der Hauptuser des Tisches. Das ist der Kellner, der ihn geöffnet hat — oder die Person, an die übergeben wurde.
- Inhaber und Geschäftsleitung dürfen alles: fremde Tische bebuchen, kassieren und Schichten für andere übergeben.
- Der zuständige Kellner steht auf dem Tisch im Plan. Sie können die Anzeige unter „Auf den Tischen anzeigen“ auch abschalten.
- Im Backoffice gelten diese Sperren nicht — dort arbeitet die Leitung, nicht der Service.
Küchenbildschirm
Statt Bonzetteln kann die Küche auf einem Bildschirm mitlesen. Sie öffnen ihn im Menü unter „Küchenbildschirm“ — am besten auf einem Gerät, das dauerhaft in der Küche steht. Er aktualisiert sich alle paar Sekunden von selbst.
Bon lesen
Jede offene Bestellung ist eine Karte: Tischname oder „Theke“, ob im Haus oder zum Mitnehmen, alle Positionen mit Menge, Varianten, Extras und den Sonderwünschen des Gastes.
Position umschalten
Tippen Sie ein Gericht an, wenn Sie damit anfangen — es wechselt auf „in Arbeit“. Ein zweiter Tipp setzt es auf „fertig“. Der Status der ganzen Bestellung zieht automatisch nach.
Ganzen Bon abschließen
Ist alles gleichzeitig fertig, genügt ein Klick auf „Bestellung fertig“ — die Karte verschwindet vom Bildschirm.
- Die Wartezeit steht auf jeder Karte und färbt sie ein: ab zehn Minuten gelb, ab zwanzig rot. So sieht die Küchenleitung ohne Suchen, welcher Bon zu lange steht.
- Der Küchenbildschirm ersetzt die Bondrucker nicht, sondern ergänzt sie. Sie können beides parallel betreiben.
- Der Eintrag im Menü erscheint nur in der Betriebsart Gastronomie.
Im Haus oder außer Haus
Speisen zum Mitnehmen werden anders besteuert als Speisen im Haus. An der Kasse schalten Sie deshalb oben im Bestellbereich zwischen „Im Haus“ und „Zum Mitnehmen“ um — die Kasse rechnet den Bon dann mit dem jeweils richtigen Steuersatz.
Satz an der Kategorie hinterlegen
Bei jeder Kassenkategorie gibt es neben dem normalen Steuersatz das Feld „MwSt-Satz außer Haus“. Lassen Sie es leer, wird außer Haus genauso besteuert wie im Haus.
Einzelne Artikel abweichend
Braucht ein einzelner Artikel einen anderen Satz als seine Kategorie, hinterlegen Sie ihn direkt am Artikel. Der Artikel gewinnt vor der Kategorie, die Kategorie vor dem Satz für den Verzehr im Haus.
Umschalten beim Kassieren
Ruft ein Gast an und bestellt zum Mitnehmen, stellen Sie den Schalter vor dem Erfassen auf „Zum Mitnehmen“. Alle Positionen des Bons werden mit dem Außer-Haus-Satz gerechnet, auch nachträglich hinzugefügte.
Seit 2026 gilt in Deutschland für Speisen der ermäßigte Satz — im Haus wie außer Haus. Der Unterschied bleibt vor allem bei Getränken. Es gibt außerdem Sonderfälle in beide Richtungen: Leitungswasser und bestimmte Milchmischgetränke sind außer Haus ermäßigt, Hummer, Austern und Schnecken außer Haus dagegen voll besteuert. Klären Sie Ihre Kartenpositionen einmalig mit Ihrer Steuerberatung und hinterlegen Sie die Sätze danach. Die Kasse rechnet zuverlässig mit dem, was Sie eintragen — sie kann die Einordnung nicht für Sie treffen.
Gastro-Lager: Gebinde rein, Portion raus
Sie kaufen ein Fass Bier und verkaufen Gläser. Damit der Bestand trotzdem stimmt, hinterlegen Sie einmalig, wie viel ein Verkaufsartikel vom Einkaufsartikel verbraucht — danach rechnet die Kasse von selbst.
Verbrauch hinterlegen
Beim Kassenartikel tragen Sie ein, welcher Lagerartikel in welcher Menge verbraucht wird — „Bier 0,3 l“ verbraucht 0,3 Liter vom Fassbier. Ein Verkaufsartikel kann auch aus mehreren Zutaten bestehen.
Gebinde anlegen
Zu jedem Lagerartikel hinterlegen Sie Ihre Gebinde: Fass 50 l, Fass 30 l, Kiste 24. Eines davon markieren Sie als Standard — daran wird der Restbestand später gemessen.
Wareneingang buchen
Kommt die Lieferung, buchen Sie sie in Gebinden ein: „2 × Fass 30 l“. Die Kasse rechnet in die Grundeinheit um und schreibt 60 Liter gut. Alternativ buchen Sie die Grundeinheit direkt.
Restbestand lesen
Der Bestand wird in Grundeinheit und in Gebinden angezeigt: „32,5 l ≈ 0,65 Fass“. Bewusst mit Ungefähr-Zeichen — ein angebrochenes Fass ist eine Schätzung, keine exakte Zahl.
- Nicht jeder Verkaufsartikel braucht einen Einkaufsartikel. Ein Glas Leitungswasser für 0,50 € hat keinen Verbrauch und keinen Lagerbezug — es wird schlicht nichts abgezogen, und nichts schlägt fehl.
- Mehrere Positionen desselben Lagerartikels auf einem Bon — ein 0,3er und ein 0,5er aus demselben Fass — ergeben eine einzige Lagerbuchung statt vieler kleiner.
- Beim Storno fragt die Kasse nach: Ist die Ware zurück ins Lager zu buchen, oder war das Bier bereits gezapft? Nur bei „zurück ins Lager“ wird der Verbrauch rückgängig gemacht.
- Entfernen Sie eine Position von einer nie bezahlten Bestellung, obwohl sie schon ausgeschenkt war, buchen Sie den Verbrauch trotzdem ab — der Schwund bleibt sichtbar.
- Dienstleistungen werden nie abgebucht. Eine Arbeitsstunde in der Werkstatt hat keinen Bestand.
Teil-Storno
Manchmal geht nur ein Teil der Bestellung zurück — ein falsch gebrachtes Gericht, ein Glas, das umgefallen ist. Dafür stornieren Sie einzelne Positionen statt der ganzen Rechnung. Sie finden das im Backoffice unter Bestellungen.
- Sie wählen die Positionen und, bei mehrfacher Menge, wie viele Stück zurückgehen. Ein Grund ist Pflicht — er steht später im Beleg.
- Für jede Position beantworten Sie die Ausschank-Frage: zurück ins Lager oder verbraucht. Danach richtet sich, ob der Bestand wieder steigt.
- War die Bestellung bereits bezahlt, entsteht ein eigener signierter Storno-Beleg. Der ursprüngliche Beleg bleibt vollständig erhalten — gelöscht wird nichts.
- Der Restbetrag wird neu gerechnet. Stornieren Sie am Ende alle Positionen, steht die Bestellung auf erstattet und der Umsatz ist wieder null.
Kasse im Handel
Im Einzelhandel, im Großhandel und in der Werkstatt wird nicht am Tisch bestellt, sondern an der Theke kassiert. Dafür gibt es die Betriebsart Einzelhandel: Der Tischplan ist abgeschaltet, die Kasse öffnet sofort einen leeren Bon, und Sie erfassen die Ware per Barcode statt über Verkaufstasten. Alles andere — Preise, Steuer, Fiskalisierung, Bondruck und Tagesabschluss — arbeitet genau wie in der Gastronomie.
Betriebsart auf Einzelhandel stellen
In den Einstellungen die Betriebsart Einzelhandel wählen. Damit ist der Tischplan zwingend aus: Die Kasse zeigt keine Tische mehr an und weist Bestellungen auf einen Tisch ab. Es gibt nur noch den laufenden Bon an der Theke.
Artikel mit Barcode pflegen
Am Artikel in DivineMind den Barcode (EAN) und die Artikelnummer hinterlegen und den Artikel für die Kasse freigeben. Ohne Barcode funktioniert der Verkauf weiterhin über Suche und Verkaufstasten.
Scannen statt tippen
Mit einem Handscanner den Barcode erfassen — der Artikel landet direkt im Bon, ein zweiter Scan erhöht die Menge. Unbekannte Codes meldet die Kasse sofort, statt sie stillschweigend zu übergehen.
Kassieren und Bestand abziehen
Zahlart wählen, Beleg drucken, fertig. Mit der Zahlung sinkt derselbe Lagerbestand wie bei einem Lieferschein — Sie sehen den Abgang direkt im Lager, ohne zweite Buchung.
- Kein Tischplan, keine Küchenbons: In der Betriebsart Einzelhandel entfallen Tische, Bereiche und das Küchen-Display. Bondrucker und Belegdruck bleiben unverändert.
- Kassenkategorien dienen im Handel als Warengruppen — sie steuern Steuersatz und die Reihenfolge der Verkaufstasten für Ware ohne Barcode (Obst, Ware ab Waage, Dienstleistungen).
- Rückgabe und Umtausch laufen über den QR-Code auf dem Bon: Die Kasse erstellt einen eigenen signierten Rückgabebeleg, der ursprüngliche Bon bleibt erhalten, und die zurückgenommene Ware kommt in den Sperrbestand.
- In der Werkstatt und im Autohaus mischen Sie Teile und Arbeitszeit auf einem Bon. Teile werden vom Bestand abgezogen, Dienstleistungen wie eine Arbeitsstunde nicht.
- Im Großhandel kassieren Sie über die Kasse den Abhol- und Barverkauf; die klassische Bestellung auf Rechnung läuft weiterhin über Lieferschein und Rechnung in DivineMind.
Kassieren
Mit PIN anmelden
Jede Kraft meldet sich mit einem eigenen PIN (4 bis 8 Ziffern) an. Damit ist jede Bestellung einer Person zugeordnet. Die PINs vergeben Sie im Backoffice unter Personal.
Bestellung erfassen
Tisch wählen, Kategorie filtern oder suchen, Artikel antippen, Varianten und Extras bestätigen, Menge und Notiz ergänzen (z. B. ohne Zwiebel). Artikel mit Barcode können Sie stattdessen scannen — sie landen direkt im Bon.
An Küche und Bar senden
Beim Absenden wird die Bestellung gespeichert und automatisch auf die zuständigen Drucker verteilt. Läuft am Tisch schon eine Bestellung, fragt die Kasse, ob Sie anfügen oder eine zweite Rechnung eröffnen wollen.
Bezahlen
Zahlart wählen: bar oder Karte. Die Karte zahlt der Gast an Ihrem eigenen Kartenterminal, die Kasse bucht den Betrag — eine Anbindung des Terminals gibt es nicht. Bei Barzahlung geben Sie den erhaltenen Betrag über das Zahlenfeld oder die Schnellbeträge ein, das Wechselgeld wird angezeigt. Nach der Zahlung ist der Tisch wieder frei.
- Bon splitten: Sie können den Betrag auf mehrere Personen aufteilen oder einzelne Positionen auswählen und getrennt kassieren. Beide Rechnungen werden neu gerechnet und einzeln abgeschlossen.
- Rabatt: Vor der Zahlung lässt sich ein Betrag in Euro abziehen. Die Steuer wird anteilig mitgekürzt, der Bon bleibt korrekt.
- Trinkgeld wird getrennt vom Umsatz erfasst. Es fließt nicht in die Steuerbemessung ein und verfälscht die Auswertung nicht.
- Preise und Steuer rechnet der Server, nicht das Gerät. Zwei Kassen kommen damit immer auf dieselbe Summe, auch bei Varianten, Extras und Rabatt.
- Storno: Eine Bestellung lässt sich mit Grund stornieren. War sie bereits bezahlt, entsteht eine Rückerstattung — der ursprüngliche Bon bleibt erhalten.
- Welche Zahlarten überhaupt angeboten werden, bestimmen Sie in den Einstellungen; mindestens eine muss aktiv bleiben.
- Küchen-Display: Offene Bestellungen laufen auf einem eigenen Bildschirm auf. Die Küche setzt jede Position von „in Arbeit“ auf „fertig“, der Status der Bestellung zieht automatisch nach.
Bons & Drucker
Drucker anlegen
Unter Drucker tragen Sie jedes Gerät ein: Name, Typ (Beleg, Küche, Bar oder eingebauter Drucker) und Anschluss (Netzwerk mit IP und Port, USB, Bluetooth). Die Papierbreite stellen Sie passend zur Rolle ein.
Testdruck machen
Ein Testdruck prüft sofort, ob der Drucker erreichbar ist — bevor der erste Gast am Tisch sitzt.
Kategorien zuordnen
Im Druckrouting weisen Sie jedem Drucker die Kategorien zu, die er ausgeben soll: Speisen in die Küche, Getränke an die Bar. Eine gemischte Bestellung wird dadurch automatisch aufgeteilt.
Beleg drucken
Nach der Zahlung wird der Kundenbeleg gedruckt: Positionen samt Extras und Notizen, Steuerausweis je Satz, Zahlart, Bedienung und der maschinenlesbare Code der Fiskalisierung als QR.
- Druckaufträge laufen über eine Warteschlange. Ist ein Drucker gerade nicht erreichbar, wird der Auftrag mehrfach wiederholt statt verworfen.
- Einen Beleg können Sie jederzeit erneut drucken oder dem Gast per E-Mail schicken; zusätzlich lässt er sich am Bildschirm öffnen.
- Die Fußzeile des Belegs (Dank, Öffnungszeiten, Hinweis) hinterlegen Sie einmalig in den Einstellungen.
RKSV & Fiskalisierung
Kasse registrieren
Im Backoffice hinterlegen Sie die Zugangsdaten Ihrer Signatureinheit — Benutzer, Passwort und Teilnehmernummer. Das System vergibt dazu eine Kassenidentifikationsnummer und legt die Zugangsdaten verschlüsselt ab. Mit „Verbindung testen“ prüfen Sie sie sofort.
Startbeleg erstellen
Vor dem ersten echten Umsatz erzeugen Sie den Startbeleg. Er eröffnet die Signaturkette und wird pro Kasse genau einmal ausgestellt. Bewahren Sie ihn auf.
Laufender Betrieb
Jeder bezahlte Beleg wird sofort signiert und in die Kette eingehängt. Der Umsatzzähler läuft verschlüsselt mit, der maschinenlesbare Code steht als QR auf dem Beleg. Die Kette prüfen Sie selbst unter Registrierkasse mit „Kette prüfen“.
- Ausfallregelung: Ist die Signatureinheit nicht erreichbar, wird die Zahlung trotzdem abgeschlossen und der Beleg als Ausfallbeleg vermerkt. Steht die Signatureinheit wieder zur Verfügung, schließt ein Sammelbeleg den Ausfall ab — die Kette bleibt geschlossen.
- Stornos werden als eigene Belegart signiert; der Umsatzzähler wird entsprechend gegengerechnet.
- DEP-Export: Für die Finanzverwaltung exportieren Sie das vollständige Datenerfassungsprotokoll — alle Belege der Kasse in der vorgeschriebenen Struktur, als Datei zum Weitergeben.
- Demo-Modus: Für Schulung und Vorführung arbeitet die Kasse mit simulierter Signatur, aber identischem Belegaufbau. So üben Sie den kompletten Ablauf, ohne echte Belege zu erzeugen. Für den Echtbetrieb legen Sie danach eine Konfiguration mit Ihren echten Zugangsdaten an.
Jede Kasse führt genau eine Signaturkette, und der Startbeleg wird nur einmal ausgestellt. Wenn Sie ein Gerät ersetzen, richten Sie eine neue Kasse mit eigenem Startbeleg ein — die alte bleibt mit allen Belegen erhalten und wird nicht gelöscht.
Offline weiterarbeiten
- Die Kasse im Browser kassiert weiter, wenn das Internet ausfällt: Bestellungen, Nachbuchungen, Rabatte, Zahlungen und Stornos werden auf dem Gerät gespeichert.
- Der Bondruck über den eingebauten Drucker funktioniert offline weiter — der Gast bekommt seinen Beleg.
- Sobald die Verbindung zurück ist, wird die Warteschlange in der ursprünglichen Reihenfolge übertragen. Eine offline angelegte Bestellung und alle späteren Buchungen darauf gehören zusammen und werden gemeinsam übernommen.
- Die Übertragung läuft von selbst und wird regelmäßig wiederholt; fehlgeschlagene Vorgänge werden erneut versucht, statt verloren zu gehen.
- Belege, die offline entstanden sind, werden beim Nachreichen ohne Doppelbuchung übertragen und mit dem echten Verkaufszeitpunkt signiert.
- Die Kasse zeigt an, wie viele Vorgänge noch auf Übertragung warten. Schalten Sie ein Gerät erst ab, wenn die Warteschlange leer ist.
Tagesabschluss & Berichte
Tagesabschluss: automatisch oder von Hand
Den Tagesabschluss macht die Kasse zum Geschäftstagesende um 05:00 Ortszeit selbst. Sie können ihn im Backoffice auch von Hand auslösen. Er umfasst alle bezahlten Bestellungen seit dem letzten Abschluss und erhält eine fortlaufende Z-Nummer; auf Wunsch schließen Sie einzelne Kassen getrennt ab.
Z-Bon lesen
Der Z-Bon weist Gesamtumsatz, enthaltene Steuer, Anzahl der Bons, die Summen je Zahlart (z. B. bar und Karte) und die Aufteilung je Steuersatz aus — die Grundlage für Kassasturz und Buchhaltung.
Auswerten
Die Berichte zeigen für einen frei wählbaren Zeitraum Umsatz, durchschnittlichen Bonwert, Umsatz je Tag und die meistverkauften Artikel — brauchbar für Personalplanung und Kartenpflege.
- Gibt es im Zeitraum keine bezahlten Bestellungen, wird kein Abschluss erzeugt — es entstehen keine Leer-Z-Bons.
- Trinkgeld wird getrennt ausgewiesen und ist nicht Teil des Umsatzes.
Richten Sie Karte, Tische und Drucker ein und fahren Sie einen kompletten Tag im Demo-Modus durch — inklusive Bondruck und Tagesabschluss. Erst danach die echten Zugangsdaten hinterlegen und den Startbeleg erzeugen.